Schöne Aussichten - ein Ausstellungskonzept

Halb Archiv, halb Ausstellung in den Räumen der Villa Waldberta am Starnberger See

Konzept und Ausstellungsarchitektur: Frédérique Desvaux

Visuelle Gestaltung in Zusammenarbeit mit Anna Hehle

Vielen Dank an die Mitwirkenden, die das Projekt möglich machen:

Visuelle Kommunikation: Anna Hehle
Risodruck: David Helm
Fotografie: Oliver Jung
Danke für die Recherchen und den Austausch:
Prof. Dr. Kathinka Schreiber
Im Sommersemester 2026 arbeiten wir in der Villa mit einer
interdisziplinären Gruppe von Studierenden der Fakultät für
Design München
Mit Unterstützung des Kulturreferats der Stadt München:
Marek Wiechers, Dr. Martin Rohmer, besonderen Dank an Amélie Bauer

In der Villa Waldberta am Starnberger See, heute Künstlerhaus der Stadt München, stoßen wir bei der Begehung auf 
Alltagsgegenstände der letzten Bewohnerin, zurückgelassen wie Spuren einer anderen Zeit.
Es gilt einen Raum zu schaffen, der die Dinge als Subjekte inszeniert, ein Zwischenraum: Halb Archiv, halb Ausstellung. Ein Ort, an dem Geschichte Atmosphäre macht und das Vergangene zum Teil des neuen, lebendigen Programms wird.

Im zentralen Veranstaltungsraum des Erdgeschosses wird gesammelt und zusammengesetzt. Die Dinge
erhalten eine neue Ordnung, die Atmosphäre erzeugt und Geschichte sinnlich erfahrbar macht.
Diese Annäherung entspricht dem Gedanken, dass Architektur und Raumgestaltung nicht nur funktionale Hüllen
sind, sondern kulturelle Vermittler, die Identität und Geschichte zugleich aufnehmen und weitertragen.

In the Villa Waldberta on Lake Starnberg, now the City of Munich’s artist residency, we encounter everyday objects left behind by the last resident during our walkthrough, traces of another era.

The task is to craft a space that stages these objects as subjects: a hybrid realm, part archive, part exhibition. A place where history becomes atmosphere, integrating the past into the new, vibrant program.

In the central event space on the ground floor, we collect and compose. The objects gain new order, generating atmosphere and making history sensually tangible. This approach embodies the idea that architecture and spatial design are not mere functional shells, but cultural mediators that absorb and carry forward identity and history.